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Lütsche K 3, Lütscher Graben. Bach links zur Wilden Gera außerhalb des Arbeitsgebietes, der als Quellbäche die Grasige und Steinige Lütsche (Lindental und Löffelbühlsgraben) hat. Seit 1937 besteht die Lütschetalsperre (Stephan, S. 5), auch Wüstungsname des ehemaligen Dorfes Lütsche, das auf herzoglichen Befehl hin 1865 verlassen werden mußte (K 3, S. 48).
(Oberhof; Abschrift: Examensarbeit Kulinsky, S. 20)
Sprachwissenschaftliche Erläuterung:
Die unterschiedliche Schreibweise (den Belegen könnten noch etliche hinzugefügt werden) beruht wohl auf der Schwierigkeit, die fremden Laute einzudeutschen, läßt also auf slawischen Ursprung schließen (siehe auch Adolf Bach, S. 505/506 über Eindeutschung 1). Slawisch č oder
ž wurden durch deutsch tsch oder tzsch ersetzt.
E. Ulbricht stellt den Namen zu slawisch Luč, luka = Wiese oder auch zu slawisch luža = Pfütze (E. Ulbricht, S. 232). Vergleiche auch den Ortsnamen Lauscha (1545 als Bachname lutzscha; Schindhelm, S. 43). Schindhelm stellt ihn zur slawischen Grundform luče = Bach in den Talwiesen (Schindhelm, S. 43). Die Formen Grasige Lütsche und Oberster Wiesengrund (im Löffelbühlsgraben) wären dann deutsche Übersetzungsentsprechungen.