Diese Webseite verwendet Cookies (Webanalysedienst: Matomo, sowie Sessioncookies). Mit der Nutzung der Seite erklären Sie sich mit der Verwendung dieser Cookies einverstanden. Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Datenschutz.
Wahrscheinlich Knüppeldamm, womit versumpfte Stellen der alten Straße von Oberhof nach Mehlis "überbrückt" wurden. Der genaue Standort ist nicht festzustellen, jedoch sind verschiedentlich die Steine 18 und 19 angegeben. Der Stein 19 steht etwa 300 m von der Kreuzung der Zellaer Leube und dem Rennsteig nach Mehlis zu.
Belege:
1503 bei der brugken (Archiv Gotha 1)
1642 bey der großen Brücken, an der bloßeleüben vndt der Brücken, Altes Joch oder Alte Brücke (Archiv Gotha 11)
1665 bei der großen Brücken, an der bloßen Lauben und der Brücken (Archiv Gotha 14)
1703 Alte Joch (Juncker/Mitschke, S. 27)
Abschrift: Ex.-Arb. Kulinsky S. 38
Sprachwissenschaftliche Erläuterung:
Brücke, althochdeutsch pruccha, mittelhochdeutsch brücke (f.) (Deutsches Wörterbuch II, S. 444)
Hier in der Bedeutung "Knüppeldamm über eine sumpfige Stelle", Kluge/Götze (S. 80): "Die germanischen Brücken ... waren Knüppeldämme ...".
Joch (n.), althochdeutsch, mittelhochdeutsch joh, joch (Deutsches Wörterbuch IV, 2. Abteilung, S. 2328) hat unter anderem die Bedeutung "Gerüst, worauf der Boden einer Holzbrücke selbst zu liegen kommt" (Deutsches Wörterbuch IV, 2. Abteilung, S. 2330).
Der beleg von 1642 (... Joch oder ... Brücke) deutet auf Synonymität der Begriffe. (Auch Juncker war dieser Ansicht (siehe Juncker/Mitschke, S. 27!), ebenso wie Gerbing (siehe Gerbing, Flurnamen, S. 550!)
(Oberhof; Abschrift: Examensarbeit Kulinsky, S. 47)